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Verabschiedung der Vorschulkinder in Vetzberg

Klein reingegangen, groß rausgekommen 

Erstaunlich, wie schnell die Zeit vergangen ist. Kaum hatten sie als die „Kleinsten“ die ersten Schritte von den Eltern weg in den Kindergarten gewagt, steht für die inzwischen Sechsjährigen schon der nächste große Schritt bevor: groß rauskommen und sich verabschieden aus der KiTa. Staunend stehen Eltern, Erzieher*innen, Kita-Leitungen und Pfarrerin vor der Entwicklung, die die nun Großen in dieser kurzen Zeit in allen Lebens- und Lernbereichen durchgemacht haben. Trotz und wegen und mit Corona. 

Freundlichkeit, Mut, Entschlossenheit, Neugierde, Rücksicht, Ehrlichkeit: Jedes Vorschulkind hat diese Eigenschaften in unterschiedlicher Stärke in seinem kleinen Rucksack dabei – genau wie die vielen Erinnerungen an besondere gemeinsame Bildungserlebnisse in den KiTas oder auf Exkursionen (z.B. zum Theater, Ponyhof, zur Feuerwehr oder dem DLRG).

So viel Glück, Können und Erfahrung macht die Zeit für die Vorschulkinder nun reif, in die Schule zu gehen. Doch so viel Liebgewonnenes, vertraute Personen und Routinen im Gepäck machen das Verabschieden für alle Beteiligten gar nicht leicht.

Deshalb haben unsere pädagogischen Fachkräfte, unsere Leitungen und Pfrin. Neugeborn in den einzelnen KiTas Abschiedsfeiern gestaltet, um all den Abschiedsstimmungen noch einmal Raum zu geben.

Vetzberg – 16. Juli 2021

„Ich packe meinen Koffer … und nehme mit“ – mit diesem beliebten Kinderspiel bereiteten sich die fünf Vorschulkinder und ihre Eltern in Vetzberg auf ihre Reise aus der KiTa in die erste Klasse vor. Auch die Erzieherinnen und die Pfarrerin halfen bei der Reisevorbereitung: Was packt man in den Koffer, um eine solche Reise anzutreten? Was beschwert – und was erleichtert das Gepäck?

Das Portfolio ihres Kindes und eine Portion Stolz, Neugierde und Vorfreude auf das Kommende als Wegzehrung, aber auch Sorge über Unerledigtes durch all die Corona-Einschränkungen sowie über ein weiteres Stück „Loslassenmüssen“ in die Leistungsgesellschaft sowie die weite Bildungswelt hinein beschwert das Gepäck der Eltern.

Ein Taschentuch packen die Erzieherinnen für die Traurigkeit des Abschieds ein; aber auch viel Dankbarkeit dafür, dass sie genau diese Vorschulkinder so lange begleiten und ihre Entwicklung mit erleben zu dürfen. Dankbarkeit für das Vertrauen, dass die Eltern ihnen im Anvertrauen ihres Kindes täglich entgegengebracht haben, erleichtert ebenfalls ihren Reisekoffer. Und die vielen Erinnerungen, die die Erzieherinnen an die gemeinsame Zeit zu erzählen wussten, von den vielen schönen Festen bis hin zu einzelnen Lernfortschritten, konnten den Reiseantritt allen erleichtern.

Auch die Vorschulkinder bereiteten sich mit Kita-Leitung, Sandra Ammon, auf ihre große Reise vor: vom beschützenden Kuschelbären über ein Ausgrabungsset für besonders knifflige Herausforderungen, von vergrößernden Lupen über einen richtungsweisenden Kompass, von unsichtbarmachenden Zaubermitteln über wiederauffladbare Kraftakkus, manchmal auch der ganze Hausrat und vor allem: stärkendes Essen und Trinkflaschen für den Wissensdurst – all das (und Vieles mehr) wurde als nützlich für den Weg in die Schule erachtet. Zusammen mit stärkenden Mutmachworten zu den individuell bereits geschafften Hürden schenkte Frau Ammon jedem Kind ein zu ihm passendes Symbol als Wegzehrung fürs Gepäck.  

Egal, welches Werkzeug wir mitnehmen: Leben funktioniert nicht nur mit eigener Kraft und eigenen Methoden. Als Zeichen für Gottes Segen und Begleitung aus der KiTa hinaus wurde jedes Vorschulkind unter dem Goldbogen mit goldenen Streifen umhüllt und gesegnet.

Kantor i.R., Burghardt Zitzmann, begleitete das Segensgeschehen auf dem Piano und mit seinem Gesang, „Ich hüll Dich golden ein“. Ein Reflektor-Engel für den Schulranzen von Pfrin. Neugeborn sowie ein selbstgebasteltes Schmuckarmband von Erzieherin Angelika Knecht sollen Symbol für diesen Segen im Gepäck sein. 

Zitzmann rahmte die ganze Veranstaltung mit einem selbst gedichteten Mut-mach-Lied und „99 Luftballons“, als die Vorschulkinder dann die mit Elternwünschen versehenen Luftballons gen Himmel steigen ließen.


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