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Innen und außen ein Schmuckstück - die Frankenbacher Kirche

Die Kirche in Frankenbach stammt aus dem 15. Jahrhundert – Ihre interessanten Wandmalereien sind nur wenig bekannt – Das Kruzifix stammt aus dem 18. Jahrhundert – Grundlegende Sanierung des Gotteshauses erfolgte in 2007 und 2008 mit der Aktion „Damit die Glocken wieder läuten“

Ein Wahrzeichen Frankenbachs ist die Kirche, die aus vorreformatorischer Zeit stammt. Der Besucher des Gotteshauses ist überrascht, ein renoviertes kleines gotisches Kirchenschiff vorzufinden. Die Fenster der Südseite und das Portal sind wahrscheinlich in spätgotischer Zeit eingefügt worden. Dem gotischen Kirchenschiff schließt sich ein schmaler Rechteckchor an. 

Ein mächtiger Haubendachreiter aus dem 17. Jahrhundert schmückt das Satteldach. Die Wandmalereien aus dem Ende des 15. Jahrhunderts sind eine wenig bekannte Besonderheit der Frankenbacher Kirche. Am Chorgewölbe sind musizierende Engel und Evangelistensymbole zu sehen. An der Nordwand über der Kanzel ist die Weihnachtsgeschichte aufgemalt. Eine Kreuzigungsszene mit Jagdmotiven, die auf den Stifter hinweisen könnten, befindet sich unter der Orgelempore.

Die Emporen waren ursprünglich mit Vierkantdocken versehen. Sei stammen aus dem 16. Jahrhundert. Die Emporen wurden im 18. Jahrhundert im Stil des Bauernbarocks bemalt.

Der Altar und ein sechseckiger Taufstein stammen aus gotischer Zeit. Der Taufstein ist mit zwei gedrehten Säulen verziert und mit einer Fratze zur Abwehr des Bösen versehen. An das Gestühl der Rodheimer Kirche erinnert das Gestühl der Kirche mit schönen Wangen. 

Besonders sticht dem Besucher des Frankenbacher Gotteshauses das hölzerne Kreuz hinter dem Altar ins Auge. Es stammt aus dem Anfang des 18. Jahrhunderts. Der Korpus, der an dem Kreuz hängt und an den Tod Jesu auf Golgatha erinnert, ist sechzig Zentimeter lang. Der Kopf ist gering nach rechts gewandt, das Lendentuch ist breit und kräftig geschnitzt. Dem Betrachter des Kruzifixes fallen die Worte ein, die Jesus am Kreuz gesprochen hat: „Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun (Lukas 23, Vers 34).

2007 war eine grundlegende Sanierung des Gotteshauses erforderlich geworden, da bei statischen Begehungen erhebliche Sanierungsbedarfe festgestellt worden waren. So mussten tragende Teile ersetzt, die Außen-Verschieferung erneuert, die Uhr saniert, Innenträger überarbeitet werden. Die Arbeiten führte die „Bauhütte Naumburg“ aus. Dazu gehörten das Verfestigen der brüchigen Mauerteile, die Vernadelung und Verpressung der Wände. Auch Dachdecker- und Zimmermannsarbeiten wurden ausgeführt. Unterstützt wurde die Sanierung durch eine große Spendenaktion unter dem Motto „Damit die Glocken wieder läuten“ mit Spendenuhr am Backhaus und zahlreichen Aktionen, auch der Ortsvereine. Die Spendenaktion führte zu einem neuen „Wir-Gefühl“ in Frankenbach.

Die feierliche Wieder-Indienst-Stellung des Gotteshauses erfolgte mit einem Festgottesdienst Anfang August 2008. Anschließend übergab die Gemeinde Biebertal die neue Familienwiese ihrer Bestimmung.

An die Kirche grenzt das modern gestaltete und renovierte evangelische Gemeindehaus mit der Familien-Wiese der Kommune an. Die Wiese kann vom Gemeindehaus aus in Veranstaltungen der Kirchengemeinde mit einbezogen werden.

Die Kirche selbst ist von der Straßenseite her mit einer Bruchsteinmauer umgeben. – Seit der Reformation sind Frankenbach und Krumbach ein Kirchspiel der Sitz des Pfarramtes war bis zum Weggang von Pfarrer Günter Schäfer in 2020 Krumbach. Beide Gemeinden wurden 33 Jahre von Pfarrer Schäfer betreut. Er hatte das Amt von Pfarrer Hans-Peter Anderle übernommen.

Derzeit ist die Pfarrstelle, die auf eine halbe Stelle reduziert wurde, vakant und soll nach Möglichkeit Anfang 2022 neue besetzt werden.


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