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Gottesdienst und Kommunikationsnachmittag zu einem Jahr „Kooperation“ in der Rodheimer Kirche

Beiträge der Kooperation aus den Gemeinden und mit Bürgermeisterin Patricia Ortmann (vorne).

Mobilie als Symbol der Kooperation präsentiert. Geselligkeit und Kontakte beim gemeinsamen Mittagessen und Kaffeetrinken im Gemeindehaus gepflegt

Da kam „Bewegung“ in den Gottesdienst zu „einem Jahr Kooperation“ der evangelischen Kirchengemeinden Biebertals in die Kirche in Rodheim als Pfarrerin Johanna Fröhlich ein großes Mobile am Haken des Auslegearmes der Kanzel anbrachte. Die sich bewegenden Teile symbolisierten die Elemente der Kooperation mit den sieben Kirchengemeinden, Menschen, Kastenkreuz als Zusammenarbeit mit dem Dekanat und der Landeskirche, die Pfarrer und Pfarrerinnen und dem Kooperationsausschuss.

Gernot Jaczkowski hieß die rund 80 Besucher für die evangelischen Kirchengemeinden willkommen. Kooperations-Ausschuss-Vorsitzender Matthias Becker (Frankenbach) und sein Vertreter Felix Koop (Fellingshausen) starteten mit einer kleinen „Einlage“ zur Zusammenarbeit. „Evangelisch in Biebertal“ stellt sich heute vor“, so Jaczkowski. Musikalische Glanzpunkte des Gottesdienstes setzte der 13köpfige – eigens für diesen Tag ins Leben gerufene - Projektchor unter Leitung von Karin Rink, begleitet von Erhard Hirz (Keyboard/Gitarre) und Marion Monden (Gitarre/Cajon). Der fröhliche Chor verstand es immer wieder, die Gemeinde zum Mitsingen neuer Songs zu motivieren. An den Vorbereitungen des Projektchores war auch Organist Daniel Schulz beteiligt. So erklang zu Beginn der Song „Ich sing Dir mein Lied“.

„Kooperation ist wie ein Mobile“, konstatierten Pfarrerin Fröhlich und Gernot Jaczkowski. Die Liturgie hatten Pfarrer Daniel Schweizer und die Pfarrerinnen Johanna Fröhlich und Imogen Kasemir-Arnold mit Vertretern der Kirchengemeinden übernommen „Ein guter Anfang ist gemacht, wir erleben die Zusammenarbeit als erfrischend und konstruktiv, hieß es. Heidi Mank und Felix Koop bezeichneten den Kooperations-Ausschuss als „Scharnierfunktion“ zwischen den Gemeinden. Dann kamen auch einige Akteure der Kooperation zu Wort mit Statements wie „Wir versuchen die Gemeinden zusammenzubringen, der Ausschuss ist gemeinsames Sprachrohr zum Dekanat hin. Grund für die verstärkte Zusammenarbeit sind rückläufige Zahlen der Gemeindeglieder, Kirchenaustritte, die daraus resultierende geringere Zuweisung an Stellen und die Knappheit der zur Verfügung stehenden Pfarrer und Ressourcen. So gibt es in Biebertal auch weniger Gottesdienste und weniger Pfarrpersonen. Dennoch konnte zum 1.2.2023 mit Pfarrer Manuel Eibach die Pfarrstelle I in Rodheim besetzt werden.  Positiv sind die gemeinsamen Gemeindeveranstaltung und Gottesdienste, das gemeinsame Gemeindebüro sowie Arbeitsschwerpunkte der Pfarrer. 

Zum Ausdruck kamen auch die Sorgen der Gemeindeglieder, da die Pfarrer nicht mehr nur für eine Gemeinde zuständig sind, die Auflösung der Gemeindebüros in den Orten. Dennoch ist der Weg mit dem Verkündigungs-Team, dass Schwerpunktaufgaben und feste Seelsorgebezirke wahrnimmt, ein guter Weg und der notwendig gewordene Weg bietet auch Chancen im Rahmen einer engeren Zusammenarbeit. So werden auch die Kitas der Gemeinden von einer Pfarrerin betreut.

Als Präsent zum 1. Geburtstag der Kooperation – der allerdings pandemiebedingt verspätet begangen werden musste, hatte Dekan André Witte-Karp einen Zitronen-Kuchen mit einer brennenden Kerze mitgebracht. Es stehe für „süß-sauer“, so der Dekan. „Sie haben hier in Biebertal vorbildhaftes geschafft. Andere Gemeinden haben diesen Prozess noch vor sich. Wo wir als Kirche kleiner werden, sind neue Wege notwendig. Die Kooperation sorgt sich auch um die Seele der Menschen. Es ist ein Start in die Zukunft. Ohne Gott macht es keinen Sinn. Gott ist der Haken, an dem alles hängt. Er bleibt fest, wenn sich alles bewegt“, so Dekan Witte-Karp.

Auch Bürgermeisterin Patricia Ortmann schlug den Bogen von der kommunalen Zusammenarbeit der Ortsteile in der Gesamtgemeinde zur Kooperation der evangelischen Kirchgemeinden.  An die Vertreter der Kirchengemeinden wurde je eine Bildtafel mit den sieben Kirchen überreicht. Das gemeinsam gesungene Lied brachte dann die Zielrichtung der Zusammenarbeit zum Ausdruck „Wir wollen aufstehen, aufeinander zugehen“. Mit dem Segen durch Dekan André Witte-Karp klang der Gottesdienst aus.

Im Anschluss war mit Kürbis- und Erbsensuppe sowie Kaffee und Kuchen für das leibliche Wohl im Gemeindehaus gesorgt. Leider konnte die Veranstaltung witterungsbedingt nicht „open Air“ stattfinden. Hier war dann Gelegenheit, die Geselligkeit und die Kontakte untereinander zu pflegen und einen fröhlichen Nachmittag zu verbringen. Pfarrer Daniel Schweizer (Fellingshausen) hatte dazu eine Bildpräsentation mit Impressionen aus den einzelnen Gemeinden vorbereitet.


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