Menu
Menü
X

Erstmals Karfreitags-Pilgergottesdienst auf den Dünsberg

Gottesdienstbesucher auf dem Pilgerweg am Dünsberg

An sieben Stationen haben rund 60 Pilger auf dem Weg hinauf auf den Dünsberg das Leiden und Sterben Christi bedacht

Das war ein Novum der evangelischen Kirchengemeinden Biebertals: erstmals fand ein Karfreitags-Pilger-Gottesdienst auf den Dünsberggifpel statt.  „Wir hören und beten - „Gethsemane“ trifft Frühlingserwachen“, sagte Pfarrerin Johanna Fröhlich vor dem Keltenmuseum.

Ein ganz besonderes Ambiente und frühlingshafte Atmosphäre erhielt der Pilgerweg durch die Sonne, blauen Himmel und das erste Blattgrün der Bäume und Sträucher in Gottes Natur.

Pfarrerin Johanna Fröhlich konnte am Keltengehöft vor der Kulisse des imposanten Keltentores rund 60 Pilger, darunter auch einige Familien mit ihren Kindern herzlich willkommen heißen. Außer Pfarrerin Johanna Fröhlich (Bieber/Rodheim-Vetzberg), Pfarrer Daniel Schweizer (Fellingshausen/Königsberg), Biebertals Gemeindepädagoge Christian Kammler, gestalteten Heidi Mank (Krumbach), Antje Huberty und Dr. Rainer Sperling (beide Königsberg) die einzelnen Pilgerstationen auf dem Weg zum Gipfel mit. 

An sieben Stationen verweilte die Pilgergemeinde, um die Leidensgeschichte Jesu zu hören und seiner Kreuzigung zu gedenken, innezuhalten und den Karfreitag sich wirken zu lassen. – so wahren die Gefangennahme Jesu, die Verleugnung des Petrus, Jesu Verhör vor Pilatus sowie Kreuzigung und Tod Themen es Pilgerweges. Gemeindepädagoge Kammler thematisierte den „Stein“ als Symbol für Schweres und Last.

Unterhalb des Fernsehturmes fand sich die Gruppe zu einem weiteren Halt ein. Hier konnten symbolisch die unterwegs verteilen Steine als Zeichen der eigenen Last und Sorge an einem aus Holz des Dünsbergwaldes gebundenen Kreuzes abgelegt werden. 

Auf dem Dünsbergplateau angekommen, konstatierte Pfarrerin Johanna Fröhlich: „Wir sind da, wir sind angekommen, wir haben unser „Kreuz“ getragen, konnten Schmerz und Erleichterung mitfühlen, unsere eigenen Sorgen und auf dem Weg bedenken.“ Gekommen war auch der Dekan des ev. Dekanates Gießen, André Witte-Karp.

Mit Gebet und Segen und dem gemeinsam gesungenen Kanon „Ich will singen dem Herrn“ klang der Karfreitags-Pilger-Gottesdienst aus. Die Kollekte war im Zeichen des gegenseitigen Verstehens – auch vor dem Hintergrund der Kriegssituation in der Ukraine - für die „Christlich-jüdische Verständigung“ bestimmt. Dank galt allen, die sich für die Realisierung des Pilgerweg-Gottesdienstes engagierten.

Im Anschluss war Gelegenheit bei Speisen und Getränken der Gipfelraststätte von Thorsten Scherer und seinem Team im Glanz der Sonne vor dem Fernsehturm und des Dünsberg-Aussichtsturms ins Gespräch zu kommen, einen herrlichen Frühlingstag zu genießen und die Pilger-Erfahrungen Revue passieren zu lassen. Eine Pilgererfahrung der besonderen Art, die bei vielen noch nachklingen wird.


top